Description
Digitale Souveränität ist das Buzzword der Stunde. Spätestens wenn europäische Tech-Regulierung in den USA erneut als „Angriff auf die Meinungsfreiheit“ gilt und unsere Gesetze weiter untergraben werden, wird der Ruf nach mehr digitaler Unabhängigkeit laut.
Gerechtfertigt, aber oft gefährlich verkürzt. Der Begriff wird zum Allheilsversprechen: Er soll zugleich Grundrechte schützen, Wettbewerb stärken, Staaten und User*innen unabhängiger machen und Big Tech ersetzen. Aber wer genauer hinschaut, merkt schnell: Unter dem Label sammeln sich viele widersprüchliche Ziele und leere Versprechen. Der begriffliche Hintergrund und seine Geschichte sind vielen unbekannt.
Dabei ist das Konzept nicht neu: Seit über zehn Jahren wird dazu geforscht, und die EU hat es weder erfunden, noch vereinnahmt. China und Russland führen es längst im politischen Katalog.
Zeit für einen Reality-Check: Wir räumen wir auf mit der Hype-Rhetorik und zeigen, was Digitale Souveränität wirklich leisten kann, und was nicht.
Speakers (2 speakers)
Marielle-Sophie Düh
Doctoral Researcher
Julia Pohle
Co-lead of research group