Entfremdung trotz Transparenz? Was der Open-Source-Bewegung fehlt
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Vor mehr als 20 Jahren galt technische Transparenz als Schlüssel zur digitalen Emanzipation. Open Data, Open Source Hard- und Software: Die "Black Box"-Technologien sollten durch informationelle Selbstbestimmung demokratischer und nachhaltiger werden. Heute ist manches zugänglicher. Doch statt Teilhabe erleben wir wachsende Müllberge, Abhängigkeit von Herstellern und Entfremdung von den Dingen, die unseren Alltag bestimmen.
Neben der Förderung von Informationszugang, braucht es eine stärkere Konzentration auf die alltägliche Nutzungspraxis sowie die Förderung von Fertigkeiten und fürsorgenden Beziehungen zum Gegenstand. Gehäuse öffnen, Upcycling, kleine Reparaturen oder Erfahrungen in Reparaturinitiativen, all das kann Selbstwirksamkeit, Resonanz und das Interesse für die technische Sphäre steigern, um Dinge länger zu erhalten, an Bedarfe anzupassen und aufgeklärtere Entscheidungen zu treffen.
Im Talk geben wir einen Überblick zum aktuellen Stand von alltagsorientierten Open-Source-Initiativen und präsentieren aktuelle Erkenntnisse aus der Reparatur- und DIY-Forschung.
Speakers (2 speakers)
Maximilian Voigt
Projektleiter Prototype Fund Hardware
Melanie Jaeger-Erben
Professorin