Why your city can’t hire! Clubs, Kultur und der unsichtbare Teil von Standortattraktivität
Description
Städte konkurrieren um Fachkräfte, Unternehmen um Talente. Gemessen werden Mieten, Jobs, Steuern und Büroflächen. Kaum betrachtet wird jedoch, wo Zugehörigkeit entsteht: in kulturellen Freiräumen, informellen Netzwerken und Orten jenseits reiner Verwertung. Aus Recruiting-Perspektive zeigt sich: Menschen kommen wegen Arbeit – bleiben aber wegen sozialer und kultureller Andockpunkte.
Clubs stehen dabei exemplarisch. Nicht als Szene-Thema, sondern als Spiegel und Potenzialraum städtischer Entwicklung: Sie machen Prekarisierung, Verdrängung und fehlende Planungssicherheit sichtbar, zeigen aber zugleich, wie Selbstorganisation, Integration und Bindung jenseits formaler Strukturen entstehen. Der Talk vertritt die These, dass subkulturelle Räume einen vitalen Beitrag zur Standortattraktivität leisten, wenn Politik und Wirtschaft sie als Teil sozialer und ökonomischer Infrastruktur begreifen. Kulturaktivistische und wirtschaftliche Perspektiven teilen dabei zentrale Ziele: soziale Bindung und Verbleib. Bleiben diese Faktoren in der Standortpolitik unbeachtet, verliert die Stadt langfristig ihre ökonomische Resilienz.
Speakers (1 speaker)
Philipp Schindler
Vorstand