Von Plantage zu Plattform: Wie Kolonialismus digital weiterlebt
Description
Digitaler Kolonialismus beschreibt, wie koloniale Macht- und Ausbeutungsstrukturen in die digitale Gegenwart übertragen werden. Plattformarbeit, Datenextraktion, Cloud-Infrastrukturen und algorithmische Kontrolle reproduzieren oft historische Ungleichheiten: Ressourcen und Arbeitskraft werden extrahiert, marginalisierte Gruppen werden ausgeschlossen, Macht bleibt in den Händen Weniger.
In dieser Session verbinde ich Perspektiven aus dekolonialen Stadtführungen mit der Analyse digitaler Räume. Ich zeige, wie Städte und digitale Infrastrukturen zusammenhängen und welche kolonialen Kontinuitäten sich fortsetzen. Wir diskutieren: Wer profitiert von digitaler Innovation? Wer wird ausgeschlossen? Und wie können wir digitale Räume gerechter gestalten?
„Never gonna give you up“ bedeutet hier: Wir geben koloniale Strukturen nicht auf, wir machen sie sichtbar und hinterfragen sie – im urbanen Raum wie online. Die Session lädt zum Austausch über digitale Macht, Aktivismus und kritische Bildung ein.
Dieser Programmpunkt wird durch die Stiftung Mercator unterstützt. / This programme session is supported by Stiftung Mercator.
Speakers (1 speaker)
Justice Mvemba
Gründerin und Geschäftsführerin