Klassismus im digitalen Raum – Zwischen Selbstermächtigung und medialem Versagen?!
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Gesellschaftliche Spaltung gefährdet unsere Demokratie – besonders dort, wo Millionen Menschen strukturell abgehängt werden. Jedes vierte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Das schafft einen Nährboden für Wut, Frust und Extremismus, vor allem dann, wenn Betroffene sich im öffentlichen und digitalen Raum nicht gesehen oder falsch dargestellt fühlen. Wie aber gelingt es, Armut und soziale Herkunft online sichtbar zu machen – respektvoll, erlebbar und auf Augenhöhe?
Darüber spricht Journalist Manuel Biallas (u.a. NDR/ARD) mit seinen Gästen: Content-Creator Malik Yannick zeigt auf Instagram, wie Klassismus im Alltag wirkt – und wo soziale Medien Selbstermächtigung bieten, aber auch ihre Grenzen haben. Dr. Maja Malik (Universität Münster) berichtet, zum Forschungsstand von Armut in den Medien – Spoiler: Großer Forschungsbedarf! Sozialunternehmerin Helena Steinhaus beleuchtet blinde Flecken der Berichterstattung aus der Lebensrealität von Bürgergeldempfängern.
Das Panel zeigt, warum digitale Technologien zwar allen gehören sollen, Klassismus und Herkunft aber weiterhin Barrieren setzen – und was es braucht, um digitale Öffentlichkeit gerechter zu gestalten.