re:publica 2026 / Session

Deepfake Futures – Was tun, wenn nichts mehr echt ist?

May 18, 2026 • 17:30 – 18:00
Open on conference website
Scheduled
Stage: Stage 4
Format: (Kurz-) Vortrag (Wissenschaft & Technologie)
Language: de

Description

Deepfakes sind nicht mehr nur Spielerei, sie sind ein Angriff auf unsere Vorstellung von Wirklichkeit. Indem Medien die Bedrohung durch Deepfakes betonen, stabilisieren sie ein Narrativ von Kontrollverlust und Krisenhaftigkeit.

In einer wissenschaftlichen Studie haben wir 200 Menschen gebeten, ihre Zukunftsbilder zu skizzieren: Wie sehen sie die Bedeutung von Deepfakes für die Gesellschaft? Die Antworten reichen von politischer Manipulation, Umsturz und Identitätsverlust bis hin zu Hoffnung und Widerstand. Diese Imaginationen zeigen, wie stark technologische Entwicklungen wie Deepfakes durch ihre sozialen Deutungen wirken. Wer wie über sie erzählt, prägt Wahrnehmung und Handlungsdruck. Gleichzeitig zeigt die Forschung, je größer die Sorge, desto weniger sehen sich Menschen in der Verantwortung: Und genau da wird’s spannend. Denn unsere Zukunftsbilder wirken in die Gegenwart und lenken unser Handeln.

Dieser Vortrag taucht in die Zukunftsbilder ein – und fragt: Was passiert, wenn synthetische Medien unsere Realität übernehmen? Wer trägt Verantwortung? Was bedeuten die Imaginationen über das Morgen für unsere Handlungen in der Gegenwart?

Dieser Programmpunkt wird durch die Stiftung Mercator unterstützt. / This programme session is supported by Stiftung Mercator.

Speakers (1 speaker)

J

Josephine B. Schmitt

Wissenschaftliche Koordinatorin & Forscherin