Offenheit als Strategie: Wie Wissenschaftskommunikation das Netz wieder schöner macht
Description
Wissenschaftskommunikation wird stark über Inhalte und Formate diskutiert. Weit seltener wird verhandelt, entlang welcher Kanäle sie stattfindet. Dabei prägen Plattformen wie Meta und Co Sichtbarkeit und Teilhabe und folgen datenkapitalistischen, zunehmend demokratiegefährdenden Logiken.
Gerade öffentliche Hochschulen tragen hier Verantwortung. Als öffentlich finanzierte Institutionen gestalten sie mit ihrer Kommunikationspraxis digitale Infrastrukturen mit. Dennoch findet wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit weiterhin meist auf proprietären Plattformen statt.
Die Idee von „Open Science Communication“ setzt hier einen Gegenakzent: An der Uni Innsbruck wird Wissenschaftskommunikation explizit als infrastrukturelle Frage gesehen und Offenheit institutionell verankert. Gemeinwohlorientierte Plattformen wie Wikipedia oder Mastodon werden nicht nur genutzt, sondern aktiv mitgestaltet und institutionell getragen.
Nach zwei Jahren ist der Befund klar: Ja, das geht! Und es ist keine Raketenwissenschaft. Das Enshittification-Gegengift ist schon in den Händen der Hochschullandschaft, es ist höchste Zeit, es einzusetzen.
Speakers (1 speaker)
Melanie Bartos
Wissenschaftskommunikatorin