Wenn Wissen verschwindet: Wieso musste die Klitoris zweimal entdeckt werden?
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Warum wissen wir bestimmte Dinge nicht? Klar, manches ist schlicht noch nicht erforscht. Gleichzeitig entscheiden Machtstrukturen und Ideologien auch in der Medizin mit darüber, welche Projekte gefördert werden und welche nicht. Wohin fließen Gelder, Personal, PR-Arbeit? Dazu kommt: Mit dem Rechtsruck sehen wir eine Wissenschaftsfeindlichkeit, die bestimmte Infos lieber verschwinden lassen möchte.
In dieser Live-Aufnahme des "Gyncast", des Gynäkologie-Podcasts des Tagesspiegels, sprechen Prof. Dr. Mandy Mangler und die Journalistin Esther Kogelboom darüber, welche Folgen dieser Druck auf die Wissenschaft haben kann. Ein Beispiel: die Geschichte der Klitoris. Es ist nicht nur ein privates Ärgernis, dass cis Männer tendenziell Orientierungsprobleme im Vulvabereich haben. Es ist auch das Ergebnis einer langen Medizingeschichte, die das weibliche Lustorgan schon vor Jahrhunderten umfangreich beschrieb, dann aus den Lehrbüchern strich, und schließlich wiederentdecken musste.
Wie bedroht ist die Wissenschaft vom Vergessen? In einem anschließenden Q&A laden wir das Publikum zur Diskussion ein, wie Wissen resilienter werden kann.