Radikal hoffnungsvoll: Denn unser Hirn gibt niemals auf
Description
Der Blick ins Netz fühlt sich wie eine Art Wettlauf der Zerstörung an: Konflikte, Kriege und Katastrophen. Die Zerstörung der Ökosysteme auf der einen Zielgeraden, die Demontage demokratischer Strukturen auf der anderen. Angetrieben vom Kampf der TechBros um Macht und Einfluss. Dabei setzen sie vor allem auf eine Rezeptur: uns alle in Angst zu versetzen. So können sie zunehmend unbeirrt ihre Machtfantasien und Ideologie des Longtermismus ausleben. Denn sie wissen, dass anhaltende Angst uns hilflos und passiv macht.
Doch Angst hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum: Der menschliche Körper ist nicht für Dauerangst ausgelegt. Chronische Angst lässt uns nicht nur verstummen und verstärkt populistische Stimmen, sondern macht uns krank. So sind wir trotz all der technologischen Fortschritte und Dauerpräsenz in den Sozialen Medien einsamer, depressiver und angstgestörter als jemals zuvor.
Und nun? Nun muss die Wunderwaffe der Menschheit die Bühne betreten. Sie, die Beginn jeder gesellschaftlichen Revolution und jedes Fortschritts war und immer sein wird. Sie, die kein MHD hat. Sie, die unbedenkliches Opium fürs Gehirn ist.
Die Hoffnung.
Sie ist kein passives Warten auf die (technische) Erlösung, sondern aktives Vorstellen und Gestalten einer Gegenwart, die noch nicht ist, aber sein kann und wird. Sie selbst – die Hoffnung – ist die Hoffnung, um den Wettlauf der Zerstörung zu beenden und einen neuen zu beginnen. Den für eine lebenswerte Zukunft. Alles, was wir dafür brauchen, tragen wir in uns: Jederzeit, kostenlos und ohne gesundheitliche Risiken.
Dieser Programmpunkt wird durch die Stiftung Mercator unterstützt. / This programme session is supported by Stiftung Mercator.
Eine Signierstunde mit Maren Urner findet am Büchertisch vom Kulturkaufhaus Dussmann am 20.05. von 16.15 - 16.45 Uhr statt.
Speakers (1 speaker)
Maren Urner
Neurowissenschaftlerin & Professorin für Nachhaltige Transformation