re:publica 2026 / Session

Googles KI-Übersichten: Wie Drogenhandel, nur die Gewinne sind höher!

May 18, 2026 • 17:30 – 18:00
Open on conference website
Scheduled
Format: (Kurz-) Vortrag (Medien & Öffentlichkeit)
Language: de

Description

Aufgrund seiner Monopolstellung bei der Suche kann Google Medienunternehmen ein Angebot machen, das die nicht ablehnen können: “Entweder ihr lasst uns eure Inhalte kostenlos indexieren, oder niemand wird Euch finden.”

Bislang erhielten Medienunternehmen zumindest Aufmerksamkeit als Gegenleistung (und damit Werbeeinnahmen).

Mit den KI-Übersichten hat Google die digitale Ausbeutung perfektioniert. Das System ist clever: journalistisches Fachwissen extrahieren, es zu unsinnigen Antworten („Übersichten“) zusammenfassen und als „Zero-Click“ gestalten, so dass die Nutzer auf Googles eigenen, mit Werbung überladenen Seiten bleiben und nie wieder die Websites der Medien besuchen.

Ein Geschäftsmodell wie beim organisierten Verbrechen: Abhängigkeit schaffen, Konkurrenz ausschalten, Wert abschöpfen.

Wir, eine gemeinnützige Watchdog-NGO, haben uns mit kommerziellen Medien zusammengetan haben, um uns zur Wehr zu setzen – mithilfe der Möglichkeiten, die uns die Gesetze dafür bieten. Eine ungewöhnliche Allianz? Gewiss. Eine schmerzhafte Partnerschaft? Durchaus. Doch außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Dieser Programmpunkt wird durch die Stiftung Mercator unterstützt. / This programme session is supported by Stiftung Mercator.

Speakers (1 speaker)

M

Matthias Spielkamp

Gründer und Geschäftsführer