Description
Es war einmal eine Zeit, in der man Social Media zutraute, ganze Gesellschaften zu demokratisieren. Längst vorbei. Nicht erst seit dem weltweiten Erstarken des Populismus und dem Kotau der Tech Bros des Silicon Valley vor Trump sind soziale Medien in der Wahrnehmung von der Lösung zum Problem geworden. Soziale Medien sind immer weniger sozial und fühlen sich in ihrer Nutzung für manche Beobachter:innen immer stärker wie das gute alte Fernsehen an. In jüngeren Zielgruppen geht die Nutzung von Nachrichten und journalistischen Medienangeboten zurück. Neue, gemeinsame Diskursräume der öffentlichen Kommunikation sind nicht in Sicht. Dabei ist der Moment so günstig – und so notwendig – wie nie, neue Wege zu finden für spezifisch europäische Lösungen.
Welche Impulse können wir nutzen? Wie wollen junge Nutzer:innen gesellschaftlich und politisch interagieren? Und welche Rolle spielen öffentlich-rechtliche und unabhängige Medien, Forschung und Innovation, wenn es gilt, Plattformen und Algorithmen zu gestalten, die den demokratischen Austausch fördern?
Darüber sprechen wir mit vier unterschiedlichen Perspektiven – konstruktiv und nach vorne gerichtet.
Speakers (4 speakers)
Annette Leßmöllmann
Professorin für Wissenschaftskommunikation
Donatien Huet
Editor, Datajournalist
Amelie Duckwitz
Professorin für Medien- und Webwissenschaft
Jonas Schlatterbeck
Head of Content ARD Mediathek